Rosengarten im Humboldthain

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde rund um den teilweise gesprengten Flakbunker im Humboldthain ein Hügel aus Trümmerschutt aufgeschüttet und bepflanzt. Die stark zerstörte Himmelfahrtkirche zwischen Bunker und Brunnenstraße wurde abgerissen. Anfang der 50er Jahre wurde an dieser Stelle ein Rosengarten im Stil der italienischen Renaissance angelegt.

Geometrisch geschnittene Buchsbaumhecken fassen die Beete mit ihren schätzungsweise 15.000 Rosen ein. Höhere Eibenhecken bilden schützende Nischen mit Parkbänken. Hier kann man lesen, in der Sonne oder im Schatten sitzen, und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Der gesamte Garten ist durch Böschungen aus Hainbuchen und Rhododendren abgeschirmt. Gänzlich mit Glyzinien überwachsen verläuft eine bogenförmige Pergola, der gestufte Blumenrabatten vorgelagert sind. Davor liegt der Rasenplatz, früher ein Seerosenteich.

Seit 1953 steht hier die Statue „Jagende Nymphe“ des Bildhauers Walter Schott. Außerdem gibt es einen kleinen Brunnen mit Biberfiguren. Ganz im Sinne des Namensgebers des Parkes – Alexander von Humboldt – sind die 70 Rosensorten botanisch beschildert.

Der ganze Rosengarten knüpft an die Tradition des früheren, während des Krieges verwüsteten Humboldthains an. Er ist ein Ort der Ruhe und Entspannung, den man mit U-Bahn, S-Bahn oder Bussen schnell und gut erreichen kann.