Die kämpfende Amazone

“Amazone zu Pferde” von August Kiß (1842), Altes Museum, Lustgarten

Schinkel war für die Aufstellung von großen Reiterstandbildern auf den Wangen der Freitreppe des Alten Museums. Das 1842 fertiggestellte Bronze-Standbild “Amazone zu Pferde” von August Kiß wurde auf der rechten Seite der Freitreppe aufgestellt. Es zeigt den Kampf der Amazone mit einer Lanze gegen einen angreifenden Panther.

“Amazone zu Pferde” von August Kiß (1842), Altes Museum, Lustgarten

August Kiß (1802 – 1865) stammte aus Oberschlesien. 1822 zog er nach Berlin, wo er eine Ausbildung zum Bildhauer an der Preußischen Akademie der Künste und im Atelier von Christian Daniel Rauch durchlief. Als Schüler führte er nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel die Reliefs für das Giebelfeld an der Nikolaikirche in Potsdam aus.

1839 modellierte er die mit einem Panther kämpfende Amazone. Mit dem Werk der “Amazone zu Pferde” hatte er seinen ersten großen Erfolg. Kiß führte sie 1842 zunächst für den bayrischen König Ludwig I. in Marmor aus, wenig später wurde sie von Christoph Fischer im Königlichen Gießhaus zu Berlin in Bronze gegossen und auf der Freitreppe des Alten Museums in Berlin aufgestellt.

August Kiß ist einer der wichtigsten Berliner Bildhauer des 19. Jahrhunderts.